Bequia, wunderbare Karibik


06.11.2020 N 13°00′ W 61°14.7′

Martinique und auch noch St. Vincent sind in unseren Augen noch sehr westlich geprägt. In Bequia hatten wir erstmals das Gefühl so richtig in der Karibik angekommen zu sein. Bunte Häuser und Fischerboote, fast nur „stark pigmentierte“ Mitmenschen auf der Strasse und von jeder Ecke weht der süssliche Duft eines Joints entgegen.

Die Insel ist von St. Vincent aus mit der Fähre in 1 Stunde erreichbar, wir haben vom Ablegen bis zum Ankern 2 Stunden gebraucht, um hierher zu segeln. Der vorherrschende Ostwind ist ideal, um die in Nord- und Südrichtung aufgereihten Inseln der Grenadinen zu ersegeln. Wir liegen in der gut geschützten Admirals Bay vor Port Elizabeth, die fast die halbe Länge der Insel umfasst.

Am Abend treffen wir unsere kanadischen Freunde vom Catamaran PURRR auf einen Drink auf der Floating Bar One, die mitten in der Bucht vertäut ist. Hier gibt es neben den üblichen Rumpunsches sogar internationale Cocktails, die liebevoll mit Muskat, Rosmarin (haben wir hier noch nie gesehen) und Minze garniert werden.

Hier treffen wir den neuen Besitzer der Marina und dessen Küchenchef. Die Marina wird gerade renoviert, und soll neben einem Shop mit ausgewählten Lebensmitteln und Getränken, auch eine neue Bar und ein tolles Restaurant bekommen, dass vom kanadischen Sternekoch geführt werden soll. Wir konnten die täglichen Fortschritte bei der Renovierung mitverfolgen, und freuen uns schon, wenn wir im kommenden Jahr hier mal wieder herkommen, auf ein tolles Dinner.

Am Samstag hat das Daffodil Open Deck Restaurant zum Barbeque und Pot Luck eingeladen. Hier können die Yachties ihr Essen selber mitbringen. Die Getränke werden im Restaurant bestellt, dass auch tolle Gasgriller, Tische und Stühle und bei Bedarf auch Teller und Besteck zur Verfügung stellt. Wir lieben solche Gelegenheiten, weil man immer auch von den anderen probieren kann, und wenn einem was schmeckt, meist auch die Rezepte bekommt. Die Segler die schon länger vor Ort sind, haben meist auch gute Tipps, wo man was bekommt, oder was es auf der Insel wert ist, besichtigt zu werden.

Nach dem vielen guten Essen, war es an der Zeit sich mal wieder etwas zu bewegen, und ich bin deshalb am kommenden Tag quer durch die Insel bis zum nördlichsten Punkt gewandert, von dem aus man gut nach St. Vincent blicken kann. Der Weg führte über eine schöne Bucht im Westen über einen Bergweg der meist im Schatten der Bäume entlangführte, und so die Hitze erträglich hielt.

Die nächsten Tage waren der Erkundung von Port Elizabeth, Baden und Tauchen sowie einigen Einkäufen gewidmet. Ausserdem hat unsere ARIES mal wieder eine intensivere Pflege nötig.

Unser Dinghi bekommt einen neuen Überzug aus Goretex, der von der Firma „Grenadines Sails“ gefertigt wurde. Er soll verhindern, daß die aufblasbare Hülle unseres Beiboots von den starken UV-Strahlen der karibischen Sonne zu schnell versprödet, und es vor Kratzern durch die Ankerkette oder rauher Betonstege schützen.

Unseren letzten Abend verbringen mit einer Wanderung entlang des Belmont Beach Trails, den wir mit einem Sundowner stilgerecht im „De Reef“ beenden.

Wir haben den Aufenthalt in Bequia sehr genossen, und werden sicher wieder hierher kommen. Die Versorgung mit den Gütern des täglichen Bedarfs ist für karibische Verhältnisse sehr gut, die Preise sind okay und die Menschen ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Außerdem gibt es im Süden der Insel noch einiges zu Erwandern und zu Erforschen, wie wir beim Verlassen der Bucht Richtung Süden vom Boot aus sehen konnten.

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